Fitter mit Musik

Juni 2009 - Chorleiter Gotthilf Fischer und Mediziner sind sich einig: Musik hilft Senioren gesund und glücklich zu bleiben.

Musik hat eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden von Menschen jeden Alters. Für Senioren bietet sie zusätzlich eine Möglichkeit, gemeinsam etwas zu erleben und sich fit zu halten.

Viele Senioren entwickeln gerade im Ruhestand Aktivitäten, für die sie früher keine Zeit hatten. Die Vorfreude auf ihre Unternehmungen hält sie jung. „Singen kann jeder, der eine Stimme hat“, versichert Gotthilf Fischer. „Und wer nicht so musikalisch ist, der orientiert sich eben am Nachbarn, das bringt zusätzlich ein Gemeinschaftserlebnis.“ Ärzten rät der leidenschaftliche Musiker, weniger Tabletten und dafür mehr Singen zu verschreiben. Denn von der gesundheitsfördernden Wirkung des Gesangs ist er überzeugt.

Auch Mediziner bestätigen den Zusammenhang zwischen hoher Vitalität und musizieren. Dr. Barbara Richter ist Chefärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz: „Im Gerontopsychiatrischen Versorgungszentrum sammeln wir täglich Erfahrungen mit der Wirkung von Musik: zum einen bei der Bewältigung von Verlusten und zum anderen bei der Aktivierung sowie Erhaltung der Vitalität und der geistigen Fähigkeiten.“ Dabei stellt die Ärztin immer wieder fest, dass Musik in vielen Lebenslagen eine große Hilfe sein kann, da sie das Gehirn anregt.

Angst vorm Musikmachen sollte niemand haben. „Die Gemeinschaft, der Austausch und das Erleben sind das Wichtigste“, betont Gotthilf Fischer. Deshalb sei es auch zweitrangig, wie gut der Chor ist: „Hauptsache aus der Stube raus!“ In vielen Seniorentreffs, Kirchengemeinden oder Heimen freuen sich Chöre über jedes neue Mitglied.

 

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