Kunto Sangmo: Stationäres Hospiz mit innovativem Konzept und außergewöhnlicher Architektur geht an den Start

"Unser Konzept für Kunto Sangmo entstand, um unheilbar kranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase individuell zu begleiten, ihnen die Angst vor dem Tod zu nehmen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben in Würde zu Ende zu leben" fasste Dorothea Mihm die Beweggründe der Initiatoren zusammen. Die innovative Umsetzung beinhaltet die vier Säulen spirituelle Begleitung, palliativ-pflegerische Versorgung, psychosoziale Versorgung sowie Palliativmedizin und alternative Heilmethoden.

Spirituelle Begleitung

Auf Wunsch des Patienten wird er, in seinem individuellen Glauben gestützt, von den entsprechenden Seelsorgern und den darin geschulten Mitarbeitern von Kunto Sangmo begleitet. "Durch unsere aktive Offenheit gegenüber allen Glaubensrichtungen möchten wir ein Umfeld bieten, in dem alle interessierten Glaubensvertreter mit unseren Mitarbeitern zusammen für die individuellen Wünsche der Patienten da sind", so Mihm.

Palliativ-pflegerische Versorgung und Palliativmedizin Mit dem Ziel der Beschwerdefreiheit bei größtmöglicher Bewusstseinklarheit werden auf Wunsch des Patienten palliative Medizin und naturheilkundliche Heilmethoden, wie zum Beispiel Akupressur und Kneipsche Wasseranwendungen, miteinander verknüpft. Der wichtigen Rolle von Gewohnheiten wird mit dem wissenschaftlichen Konzept der basalen Stimulation entsprochen. Mihm betonte, dass "alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospizes in basale Stimulation eingearbeitet werden und diese auf individuellen Wunsch des Patienten anwenden." Angebote von Entspannungseinheiten helfen zusätzlich den Schmerzkreislauf zu lindern. Die vereinbarte enge Kooperation mit den Main-Taunus-Kliniken gewährleistet die zuverlässige und fachkundige palliativmedizinische Versorgung der Patienten.

Psychosoziale Versorgung

Für die Psyche des Patienten ist es wichtig, gewohnte Dinge, Abläufe und Bezugspersonen zu erhalten. Die Einbindung der Bezugspersonen erfolgt nicht nur durch die Möglichkeit eines zeitlich uneingeschränkten Besuches und die Einrichtung von Gästezimmern, sondern auch durch das Angebot der Einbeziehung in die aktive Pflege des Patienten. Auch Haustiere werden gerne auf Wunsch mit einbezogen. Die Unterstützung des Abschiedsprozesses durch Trauerarbeit mit Patienten und Bezugspersonen ist selbstverständlicher Teil der Versorgung.

Architektonische Gestaltung

"Architektur ist das Licht, das zu Besuch kommt, in der Form, die wir ihr geben" so der verantwortliche Architekt Sebastian Knorr von tecARCHITECTURE. Kunto Sangmo auf einem schönen Hügel mit Blick in die Landschaft, gefassten Terrassen, die von den Zimmern zu begehen sind, einem Wasserbecken und einer frei geformten Bauweise betonen den Wert der Harmonie in Design und Architektur.

Ideele Unterstützung

Die Wurzel der Idee zu Kunto Sangmo entspringt der Suche von Mihm nach der Antwort auf die Frage "Was ist Sterben?". Als Siebenjährige, mit dem plötzlichen Tod ihrer Mutter konfrontiert, führte diese Suche Mihm zunächst in den Beruf der Krankenschwester auf Intensivstationen und weiter in die basale Stimulation in der Pflege, zur Palliativcare Fachkrankenschwester und jahrelange Arbeit in verschiedenen Hospizen. Aber auch spirituell befasste sich Mihm mit zahlreichen Religionen, führte Gespräche mit religiösen Vertretern und fand ihren ganz persönlichen Zugang zum Sterbeprozess im Buddhismus. Aufgrund dieses persönlichen Zugangs freut es Mihm besonders die ideelle Unterstützung des Dalai Lama für Kunto Sangmo erhalten zu haben.

"Nach einem langen Weg, hat die Realisierung von Kunto Sangmo mit der Hilfe und Unterstützung von vielen verschiedenen Mitstreitern begonnen", bedankte sich Mihm zum Abschluss.

< zurück