Damit pflegende Angehörige gesund bleiben

Mai 2009 - Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, initiiert, gefördert durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), ein Projekt zu Entwicklung eines Netzwerkes zum „Gesundheitsschutz für nicht erwerbsmäßig Pflegende“. Das Projekt – kurz „Neuheit für Pflege“ genannt – startet zunächst in Dortmund und Solingen. 

Ohne das Engagement Angehöriger wäre die Versorgung pflege- und hilfebedürftiger Menschen kaum möglich. Pflegende Angehörige sind hierbei oft stärker und ganz anders belastet
als Pflegeprofis. Neben psychischen und zeitlichen Problemen können auch materielle und körperliche Belastungen bei pflegenden Angehörigen hinzukommen. Gleichzeitig entlasten pflegende Angehörige durch ihre Pflegetätigkeit die solidarisch finanzierten Sozialsysteme und öffentlichen Haushalte. Wer einen pflegebedürftigen Menschen in häuslicher Umgebung und nicht erwerbsmäßig pflegt, steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Mit dem Projekt „Neuheit für Pflege“ soll die psychische und körperliche Gesundheit der pflegenden Angehörigen geschützt und sie dadurch in ihrem Engagement weiter gestärkt werden. Dazu werden bereits vorhandene Angebote verschiedener Träger zum Gesundheitsschutz nicht erwerbsmäßig Pflegender gebündelt, weiterentwickelt und vernetzt. Durch diese Schritte wird eine stärkere und effektivere Nutzung der Angebote vor Ort erhofft.

Zunächst wird gesammelt und gesichtet. Was ist schon vor Ort vorhanden? Entspricht es dem Bedarf der Pflegepersonen? Hier- bei wird auch Kontakt zu pflegenden Angehörigen hergestellt ohne deren Beteiligung das Projekt nicht zielführend durchzu- führen ist. Daran schließen sich weitere  Projektschritte an.

Die wissenschaftliche Begleitung unter der Leitung von Dr. Angelika Zegelin wird durch das Institut für Pflegewis- senschaft der Universität Witten/Herdecke sicher gestellt.

Derzeitige Träger von „Neuheit für Pflege“ sind: Unfallkasse NRW, Barmer Ersatzkasse, Landesstelle pflegender Angehöriger, Stadt Dortmund, Stadt Solingen, Ausschuss Gesundheitswesen LAG (Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege).

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